Jubiläumsfeste - 50 Jahre FEG Burscheid

Am Sonntag, den 27.09.2020 feierte die Gemeinde Burscheid ihr 50-jähriges Bestehen. Ein langer Zeitraum, viele Menschen, die diese Gemeinde prägten und ein großer Grund zur Freude!

In der Gemeinde Burscheid hieß es schon immer: Kinder zuerst!

Ganz nach diesem Motto ging es morgens um 11 Uhr mit einem kunterbunten Familiengottesdienst und einer kräftigen Geburtstagsrakete los. Viele Familien, etliche Kinder und Erwachsene feierten zusammen den runden Geburtstag der Gemeinde. Es gab zu Beginn ein Activity-Ratespiel mit Glücksrad, bei dem unser Pastor Lukas sowie zwei Kinder Begriffe malten, erklärten oder darstellten, die von der Gemeinde erraten werden mussten. Wir sahen einen kurzen Film vom letzten gelungenen Ausflug der Kinderstunde, eine tolle Aktion, die jedes Jahr stattfindet, um auch die Gemeinschaft der Kleinen zu stärken. Es gab ein Puppen-Anspiel zum Thema Fußball, welches den Zuschauern vermitteln sollte, dass es wichtig ist, als Team zusammen zu halten und jeden so anzunehmen, wie er ist, mit Stärken und Schwächen. Ika erzählte die Geschichte der sieben Diakone aus der Apostelgeschichte und wie die Urgemeinde damals immer größer wurde und man gar nicht mehr allen Aufgaben nachkommen konnte. Jede Gemeinde hat Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, und da es nicht möglich ist, alles allein zu schaffen, ist die Unterstützung und gegenseitige Hilfe umso schöner und wichtiger.
Es gab eine erfrischende Limonade und die Kinder konnten sich zwischendurch eine Experten-Medaille basteln, auf der eine besondere und persönliche Stärke geschrieben werden sollte. Man freute sich immer wieder über schöne kindgerechte Lieder, die Anne und Jacky für uns spielten und sangen und bei denen wir als Gemeinde mit Bewegungen kräftig mitmachen konnten.
Gegen Ende schrieben Kinder und Erwachsene Gebete und Wünsche auf Papierflieger, die wir gemeinsam nach vorne fliegen ließen. Als flögen sie davon...: Die Papierflieger schafften es zumindest schon mal recht gut. Nach dem Gottesdienst bekamen die Familien außerdem einen sehr liebevoll gestalteten Überraschungs-Karton mit nach Hause, um später noch den Geburtstag zu Hause weiter feiern zu können.
Langweilig wurde es uns allen und den Kindern nicht in dieser guten Stunde. Der Gottesdienst war lebendig und fröhlich, abwechslungsreich und erfrischend, mit vielen kleinen Anstößen - eine kleine Party, um Gott für die 50 Jahre Gemeinde zu danken.
Um 15.30 Uhr gingen die Feierlichkeiten dann weiter und die ganze Gemeinde wurde erst einmal mit dem wunderschön gestalteten und vor allem köstlichen Geburtstagskuchen verwöhnt. Ein großes Lob an Anne, Maren und Christina; die Drei müssen sich hinter gekonnten Kuchenbäckern wahrhaftig nicht verstecken.
In Kleingruppen saßen wir an verschiedenen Tischen zusammen und genossen die Gemeinschaft miteinander - dieses Mal tatsächlich auch mal ohne Maske. Nachdem für das leibliche Wohl bestens gesorgt war, durften wir auch noch etwas Seelenfutter zu uns nehmen: Festgottesdienst Teil 2, diesmal mit vielen Erwachsenen und einigen Gästen. So verwöhnte uns die Band „Loben“ quer durch den Gottesdienst mit vielen schönen Lobpreis-Liedern, die wir im Stillen mitsangen.

 

Zu Beginn stimmten uns Lukas und Ika mit Impressionen vom Familiengottesdienst am Vormittag ein. Weiter ging es mit einem Interview mit Magdalene Schneider, die zusammen mit ihrem verstorbenen Mann Lothar sowie anderen Baptisten und FeGlern damals vor 50 Jahren die Gemeinde an der Höhestraße in Burscheid gründete. Es war schön zu hören, wie Lothar mit Überzeugung und festem Glauben den Grundstein für diese Gemeinde legte und sich bis zu seinem Tod der Gemeindearbeit widmete. Aber nicht nur Lothar, sondern viele weitere tolle Menschen haben diese Gemeinde aufgebaut, geprägt und für Leben gesorgt, ein Leben für Gott und für andere. Sieben Mitglieder der Gemeinde, die seit der Gründung 1970 bis heute dabei sind, bekamen eine Sonnenblume.

Im Anschluss kam ein größerer Block der Erinnerung an Schönes und Gutes in 50 Jahren Gemeinde. Eine Zeit, um Dank auszudrücken und symbolisch einen Schmetterling an einem Paravent zu befestigen. Jeder der wollte, hatte die Möglichkeit, seine persönliche Geschichte mit der Gemeinde Burscheid zu erzählen und wie er zu dieser Gemeinde gekommen war. Und zu berichten gab es in der Tat viel, denn in all den Jahren sind viele Menschen neu dazugekommen, immer wieder. Das hat die Gemeinde bereichert und immer wieder verändert. Und in all den Jahren hat sich ein Begriff fest etabliert: die Gemeindefamilie. Denn eine Gemeinde ist letztendlich wie eine Familie, man teilt Freude und Leid, man erlebt viel Bereicherung und man lernt Unterschiedlichkeit zu akzeptieren. Jeder ist auf ganz unterschiedliche Weise zu dieser Gemeinde gekommen und jeder hat eine ganz persönliche Geschichte mit dieser Gemeinde erlebt und erfahren.
Nach diesen unterschiedlichen Beiträgen war nun Andreas Meier, der seit vielen Jahren eng mit der Gemeinde verbunden ist, an der Reihe, aus dem doch auf den ersten Blick nicht sehr aufbauenden Psalm 90 eine positive Bilanz zu ziehen. In diesem damals von den Gemeindegründern ausgewählten Psalm geht es unter anderem um die Vergänglichkeit des irdischen Lebens, um Missetaten und Sünde und um den Zorn Gottes. Und was können wir nun Postives aus diesem Psalm und von Andreas Worten mitnehmen? Nun, dass wir lernen, das Leben sehr zu schätzen und dass der Wert des Lebens durch diese Verse nochmals besonders deutlich gemacht wird. Dass wir das Leben füllen, mit Gutem. Ebenso auch, dass wir uns getragen fühlen, von Gott. Wie ein Vogel, der nicht nur allein fliegt, sondern für den Thermik und Aufwind eine sehr große Rolle spielen, so werden auch wir alle getragen und sind nicht auf uns allein gestellt.
Wenn man eine Familie hat, ist man nicht allein und genau das ist auch unsere Gemeinde - eine Gemeindefamilie. Wir tragen uns gegenseitig und werden vor allen Dingen von Gott getragen. So macht das Fliegen große Freude, denn ich habe die Gewissheit - hinter mir steht eine Gemeinde und der Herr ist unsere Zuflucht für und für.
In diesem Sinne nehme ich einen Wunsch für die Zukunft der Gemeinde Burscheid aus Psalm 90 auf:
„Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns.“ (der Vers unseres Gemeindesiegels)
Auf die nächsten reich gesegneten 50 Jahre Gemeinde Burscheid!

Natalie Dicke

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