methusalem struppig mit Helm

 

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Man merkt es an allen Ecken und Enden: Der Umzug rückt näher.

Der Esstisch – eh, Estrich ist gedeckt. Vorher kamen ein paar Leute und haben jede Menge Schlangen auf den Boden gelegt.

Naturgemäß halte ich mich dieser Spezies eher fern und habe so meinen Beobachtungsposten im Obergeschoss bezogen. Es hat wohl nur was mit Wärme und Wasser zu tun, aber sicher ist sicher. Als alles soweit trocken war, dass auch meine Menschen darauf spazieren gingen, habe ich mich mal im Röhrensystem umgesehen.

Was einem da alles passieren kann! Ich bin nur knapp einem Anschlag des Baukünstlers entgangen. Dieser hatte nur einen Moment nicht aufgepasst und seinen kleinen schwarzen Kasten, mit dem er immer Selbstgespräche führt, fallengelassen – genau ins Rohr und mir auf die Schwanzspitze! Er kam nicht mehr dran – und ich konnte es nur ein Stückchen zurückschieben. Weil das piepende Gerät wohl sehr wichtig war, kam dann das Fernsehen und hat es gefilmt und wieder rausgeholt.
Neben dem ganzen Gewusel, das unten so passiert, sieht man auch in der Höhe so einige Veränderung. Ganz viele meiner Menschen kommen immer wieder zusammen um Holzspaghetti durch das Gestänge bis unters Dach zu tragen und es dort zu befestigen. Da kommt dann auch wieder die kratzige Wolle zum Einsatz. Ich habe gehört: Es soll nicht wärmen, sondern nicht mehr lärmen. Aber eine ganze Menge Lärm haben die dabei schon gemacht: Geklopft, gebohrt, geschraubt, gesägt und viel hin- und hergerufen. Und am letzen Tag im Januar ist auch das letzte Stückchen eingesetzt worden.
Bald wird noch mehr hin- und hergetragen, denn meine Menschen wollen hier einziehen. Das tun sie aber erstmal in den unteren Räumen des Neubaus und natürlich in meinem geliebten Fachwerkhaus.
Meine Menschen sind wohl ganz froh, dass der Winter dieses Jahr vergessen hat zu erscheinen. Denn so können die Bagger hier buddeln, damit alles schön ordentlich aussieht und die ihre Autos dorthin stellen können. Das wäre sonst ein bisschen anstrengend – weiß ich aus eigener Erfahrung (also das mit dem Buddeln).
Damit ihr ein bisschen von dem sehen könnt, was ich die ganze Zeit erlebe, habe ich euch ein paar Bilder mitgebracht. Wenn ihr den Fortschritt auf der Baustelle nicht live erleben könnt, könnt ihr auch auf die Internetseite meiner Menschen gucken. Da findet ihr noch eine Menge anderer Bilder. 

Ich bin gespannt, wen ich hier bald alles sehen werde.

Es grüßt euch 

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Methusalem Maus

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