methusalem struppig mit Helm

Es ist wieder einmal Samstag. Und es sind wieder einmal viele Menschen auf der Baustelle – eigentlich wie immer. Aber etwas ist anders…
Dort, wo bis vor wenigen Stunden noch emsig geschraubt und geputzt wurde, ist jetzt keine Baustelle mehr: Die Senioren-Tagespflege Bethanien in Burscheid ist jetzt fertig. Und das ist ein Grund zum Feiern. Wie meine Kölner Verwandtschaft zu sagen pflegt: „Beim ersten Mal wird ausprobiert, beim zweiten Mal ist es Tradition und beim dritten Mal Brauchtum.“ So haben wir auch dieses Mal die Sonne gebraucht und sie war zu Gast. Bei blauem Himmel und angenehm warmen Temperaturen waren die Türen der Tagespflege und des restlichen Neu- und Altbaus weit geöffnet, um die vielen Besucher willkommen zu heißen.

So konnten die alten und jungen Gäste die hell und freundlich gestalteten Räume anschauen, schon mal in den Sesseln Probe sitzen oder sich über die Möglichkeiten und den Tagesablauf in der Tagespflege bei den Herren und Damen mit einem weißen Namensschildchen schlau machen. Es war ein reges Treppauf und Treppab, Kinderwagen wurden genauso geschoben wie Rollatoren, Rollstühle und der Vordermann. Ich habe Ahhs und Ohhs gehört, wenn die Blicke ins Gewölbchen fielen (auch wenn ich nicht so genau weiß, ob damit jetzt die alten Steine oder das unaufgeräumte Chaos gemeint waren). Und eine Frau berichtete, dass sie in den 50er Jahren als junges Mädchen hier gelebt hat. Drei der unteren Räume hat sie mit ihrer Familie bewohnt. Damals sah es im Fachwerkhaus aber wohl noch anders aus und auf den Steinchen, wo jetzt die Autos parken können, stand noch ein kleines Haus – mit Herzchen.
Aber nicht nur ehemalige Bewohner, sondern auch der Meister der Bürger und ein paar wichtige Menschen der Stadt und vom Diakonischen Werk Bethanien (ein paar davon nannten sich Hornissen oder so ähnlich – hatten blaue Kleider an und ein weißes Häubchen auf dem Kopf) haben sich auf den Weg gemacht, die neuen Räume zu begutachten.
In der Tagespflege standen einige Menschen mit Schürzen hinter großen Töpfen, aus denen es verheißungsvoll dampfte und roch. Davon habe ich leider nichts mitbekommen, aber die Menschen haben genussvoll die verschiedenen Suppen geschlürft, so dass ich davon ausgehe, dass es vorzüglich geschmeckt haben muss. Die Brotkrumen, die ich stibitzt habe waren  jedenfalls sehr lecker. Auch ein großes Gerät für koffeinhaltige Heißgetränke – ein Geschenk von lieben Leuten – wurde in Betrieb genommen. Am 1. April sollen dann die ersten Gäste die neuen Räume beziehen. Das sagt zumindest das große Tuch am Zaun, wo „Neueröffnung“ draufsteht. Ob dann wohl auch der nette ältere Herr wieder auf der Heimorgel spielt? Wer weiß.

Fotos gibt's hier.

Es hält euch auf dem Laufenden und grüßt euch euer  

alt

Methusalem Maus

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