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Vor einem Jahr haben die Menschen meinem Haus ein weißes Kleid angezogen – dieses Jahr kommt das von oben. Und obwohl die Decke kalt ist, muss ich nicht frieren, denn es ist mittlerweile muckelig warm in der Weiherstraße 5, nicht zuletzt durch die Pfotenbodenwärmung.

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Das ging auch den Menschen so, die ganz oben unter dem Dach herrlich weiche, gelbe Watte verteilt haben – dachte ich zumindest. Bis ich mein Nickerchen dort verbracht habe – seit dem versuche ich verzweifelt wieder einigermaßen Form an mein Fell zu bekommen.

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Es wird Winter und langsam auch kälter. Letztes Jahr haben da noch die vielen Schichten Tapeten vor dem Erfrieren geschützt und ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie ich den Frost überstehen soll. 

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Aber siehe da: die Menschen haben sich etwas Feines ausgedacht! Sie haben ein Haus im Haus gebaut, wo ein kleines Licht drin züngelt und Wärme rauskommen soll. Leider steht das tolle Gerät im Keller, aber sie scheinen eine Möglichkeit gefunden zu haben, die Wärme auch in andere Zimmer zu transportieren. Es werden täglich mehr warme Räume! Ob sie die Wärme im Genick packen und einfach herumtragen? Ich hab’s noch nicht herausgefunden.

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Ein gutes Jahr ist vorbei und ich habe mich auf die Pfoten gemacht, die Veränderungen zu besehen. 

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Aus dem suboptimal verformten Haus an der Weiherstraße ist im Laufe der Zeit ein richtiges Schmuckstück geworden.

Und jetzt kann es auch jeder sehen, denn die Rüstung ist wieder weg. Vorne leuchtet das Fachwerk, an den anderen Seiten strahlt meine Lieblingsfarbe auf den neuen Holzbrettern. Da zur Zeit so viel auf der Stelle gebaut wird halte ich mich meistens in den Brombeerbüschen auf, aber da es ja mittlerweile auf den Winter zugeht, hoffe ich, dass das Haus langsam bewohnbar wird.

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Da bin ich wieder, um euch die neuesten Neuigkeiten aus der Weiherstraße kund zu tun.

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Hier hat sich mal wieder einiges getan. Aber nicht nur innen, sondern auch für alle von außen sichtbar. Zunächst einmal guckt das Haus nicht mehr trostlos aus den Höhlen, sondern es hat schicke, weiße Fenster erhalten – zumindest an der Straßenseite.