Der Glaube muss in den Alltag hinein, sonst bleibt er blass, langweilig und fremd. Glauben im Alltag zu leben, das haben wir, die Teilnehmer und Mitarbeiter des Biblischen Unterrichts unserer Gemeinde, erlebt.

Textüben für das Theaterstück im Gottesdienst

Vom 03. bis 06. November wohnten wir in unserem Gemeindehaus. WoKo oder WohnKollektiv nennen wir das. Es wurde getobt und geredet, geputzt und gekocht, gelacht und geweint, gearbeitet und gespielt. Aber auch die Tiefe und die Kraft des Glaubens im Alltag haben wir erlebt beim gemeinsamen Beten, Singen, Bibel lesen, beim Segnen und gesegnet werden, beim Reden über Fragen und Zweifel, beim gemeinsamen Gestalten des Gottesdienstes am Sonntagmorgen für und mit der gesamten Gemeinde.

Am Freitag, und teilweise auch am Samstagvormittag, mussten unsere acht Teilnehmer (13-15 Jahre) wie gewohnt zur Schule. Zurück im Gemeindehaus ging es immer wieder um das Thema „Beten“. Wo kommt Beten jetzt schon in meinem Leben vor? Worum geht es eigentlich in den verschiedenen Bitten des Unser-Vaters? Welche Formen zu Beten gibt es noch, außer Worte zu machen? Malend beten? Meinen Körper einbeziehen beim Beten z.B. durch Hinknien, Fäuste ballen, Hinlegen oder Tanzen? Welche Erfahrungen kann man wohl in einem Raum der Stille machen, wo eine Klagemauer, Briefpapier an Gott oder ein Thronsessel warten? Wie ist es zu segnen oder gesegnet zu werden? Dabei haben wir nicht bloß theoretisch darüber gesprochen, sondern wo immer möglich, ausprobiert und eigene Erfahrungen gesammelt. Das war spannend und hat Spaß gemacht.

Zum Abschluss haben wir den Sonntagsgottesdienst gemeinsam gestaltet. Jeder hat sich mit seinen Talenten eingebracht bei der Musik, beim Theaterspielen, bei der Moderation, bei der Gestaltung von Deko und Atmosphäre. Und jeder hat sich mutig etwas Neues getraut. Das war großartig zu sehen. „Wie die Teenager den Gottesdienst gestaltet haben, das war so herzerfrischend“, berichtete eine Frau aus der Gemeinde.

Für uns vom Biblischen Unterricht war es ein tolles, langes Wochenende. Voller Spaß, Tiefe und Neuentdeckungen. „Ich habe gelernt, dass ich immer mit Gott sprechen kann. Und dass es vielmehr Möglichkeiten gibt als ich dachte“, lautete das Fazit einer Teilnehmerin. Und ein anderes, ganz schlicht: „Coole WoKo. Danke.“

Was ist alles tolles passiert bei der WoKo?
Eine Kerze für jedes Dankeschön

„Alle, die zum Glauben gekommen waren, bildeten eine enge Gemeinschaft. … Tag für Tag versammelten sie sich, feierten Abendmahl, aßen gemeinsam, mit jubelnder Freude und reinem Herzen.“ (Apostelgeschichte 2, 44-46)