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„Tür zu! Es zieht!“ Das riefen am Sonntag, dem 1. September, einige Gäste in der Weiherstraße 5 noch vergebens.
In dem Raum, der im nächsten Jahr in voller Schönheit funktionieren wird, waren aber trotzdem um 12.00 Uhr fast alle Plätze an den langen Tischen besetzt. Schon seit dem frühen Morgen wuselten fleißige Küchenhelferinnen durch den Rohbau. Hangelten sie sich an einem provisorischen Geländer hinunter in den Heizraum zur Kaffeemaschine?

Aber nein – sie sahen doch schon das Treppenhaus und die vornehme Küche mit blitzender Technik vor sich – da lässt sich die Zeit bis zur Einweihung des kompletten Gemeindezentrums freudig er-wartungsvoll überstehen!

Richtfest – das Wort lässt sich drehen und wenden – fast so variabel wie der ungewöhnliche Kranz, den der Zimmermann Herbert Birken aus Burscheid mit seinen Helfern um 12.45 Uhr als Höhepunkt der Zeremonie auf den Dachbalken aufrichtete. Jedes bunte Band an ihm berichtete von einem Mitglied unserer Gemeinde – da war die Idee unseres Orga-Teams pfeilgrad in die richtige Richtung gegangen.

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Geredet wird natürlich auch auf einem Richtfest. Es werden viele Worte an die erschienenen Gäste gerichtet. So sprach Christian Heuser über die Finanzierungsrichtung Denk-mal e.V., die den meisten Zuhörern noch nicht bekannt war. Dr. Imhoff vom Diakonischen Werk Bethanien freut sich schon auf die Tagespflege-Einrichtung, die im Untergeschoss der Weiherstraße hergerichtet wird.

Lukas Schülbe gab seiner Rede die nötige Ausrichtung: „In diesem Haus sollen sich alle Aktivitäten hauptsächlich auf das gelebte Evangelium von Jesus Christus ausrichten. Ihm wollen die Erbauer ihr Lob und ihren Dank entrichten. Er machte deutlich: „Hier soll niemandem etwas eingetrichtert werden, sondern unsere Richtschnur wird das Wort Gottes sein, wie es die Bibel offenbart.“ Auf dem Bufett war für den Mittag und später für die Kaffeestunde eine reichhaltige Auswahl an leckeren Sachen angerichtet. So brauchte keiner unverrichteter Dinge das Gelände wieder zu verlassen. Durch viele ausgehangene Baupläne und Bilder wurden interessierte Besucher über den Fortgang der Arbeiten unterrichtet. Zu welchem Schmuckstück sich das Fachwerkhaus aufgerichtet hat, darüber konnten die Besichtiger sich nicht genug wundern. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Stefan Caplan, eine kleine Abordnung der Italienergemeinde, Vertreter der örtlichen Vereine und „alte“ Bekannte aus dem ganzen Bergischen Land.

Ulla Hellmann