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FASTEN – WAS SOLL DAS EIGENTLICH?

  • 16. März
  • 1 Min. Lesezeit

Wenn ihr fastet … “ – so heißt es in Matthäus 6,16. Jesus sagt nicht „falls“ , sondern „wenn“.


Fasten gehört für ihn offenbar ganz selbstverständlich zum Glaubensleben dazu. Aber warum?


Fasten heißt zunächst: freiwillig auf etwas verzichten. Weniger essen, auf Süßigkeiten verzichten, das Handy öfter ausschalten oder Gewohnheiten unterbrechen. Doch es geht nicht um Leistung oder religiösen Ehrgeiz. Der Prophet Buch Jesaja erinnert uns daran, dass Gott kein äußerliches Fasten will, das nur nach außen beeindruckt (Jes 58). Entscheidend ist das Herz: Offen werden für Gott, neu hören lernen, sich innerlich ausrichten.


Indem wir bewusst auf etwas verzichten, schaffen wir Raum. Raum für Stille. Raum für Gebet. Raum für die Fragen: Was trägt mich wirklich? Wovon lebe ich? Wo ruft Gott mich zur Veränderung? Fasten kann helfen, Gewohntes zu unterbrechen und sensibler zu werden für Gottes Wirken in unserem Leben.


Gerade in der Passionszeit ist das eine Einladung zur inneren Vorbereitung auf Karfreitag und Ostern. Wir gehen den Weg Jesu mit – einen Weg des Loslassens, der Hingabe und des Vertrauens. Das Fasten erinnert uns daran, dass wir nicht alles selbst festhalten müssen. Gott füllt, was wir ihm hinhalten. So verstanden ist Fasten kein Selbstzweck. Es ist eine Übung der Sehnsucht: Weniger von dem, was uns ablenkt – mehr Raum für Gott.


Probier’s mal aus, so wie es für dich passt!


Text von: Philipp Herrmannsdörfer

 
 
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